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Aus der Steinzeit: Zahnfüllung aus Bienenwachs

Zahnschmerzen sind so alt wie die Menschheit selbst – und offenbar auch die Therapiemaßnahmen dagegen. Zumindest legen die Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern des italienischen Abdus Salam Centre for Theoretical Physics in Triest nahe. Die Forscher fanden in einem 6500 Jahre alten Gebiss Spuren von Bienenwachs. Sie gehen davon aus, dass es aufgetragen wurde, um einen vertikalen Riss im Zahn zu schließen. Damit sollten wohl Schmerzen gelindert und das entblößte Zahnfleisch geschützt werden. Laut Radiocarbondatierung ist es genau so alt wie das Gebiss, das von einem wahrscheinlich Ende 20-jährigen Mann stammt. Die Forscher können jedoch nur vermuten, ob das Wachs schon zu Lebzeiten des Mannes aufgetragen wurde. Vieles spricht jedoch dafür – und damit wäre das Bienenwachs die älteste bislang bekannte Zahnfüllung in Europa.

Quelle: spektrum.de | Bildquelle: Pexels